Makonde & Tingatinga: Sammler fragen und antworten

 

Hier möchte ich in den kommenden Wochen noch eine Reihe von Fragen einstellen. Auch Ihre sind herzlich willkommen! Bitte senden Sie diese an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

Auch Fragen nach dem Urheber Ihrer Stücke sind (mit Bild!!) immer willkommen!

Bitte senden Sie mir aber auch Antworten, falls Sie diese auf die eine oder andere Frage geben können.

 


Frage vom 07.11.2016:

Wer kennt die Schnitzer dieser Skulpturen. Ich vermute Dinguo hinter den ersten beiden Stücken....kann das sein?

Wer könnte das dritte, für die Makonde völlig außergewöhnliche, Stück geschnitzt haben? Max Mohl zeigt Ähnliches, leider aber ohne aber auf den Künstler einzugehen.

 

   

 


Frage vom 28.02.2011:

 Wenn Sie mir eine Freude machen möchten, so geben Sie mir doch bitte ein gutes Pflegemittel bekannt, damit ich meine "Männer" behandeln kann
 
Guido meint dazu:
 
Servus Sebastian!
Ich habe natürlich auch das Problem der Trocknungsrisse und glaube  nicht, dass man da in unserem Klima was dagegen tun kann.

ad Pflege: In Kenia schmieren sie die Makonde mit Kiwi-Schuhpasta ein, wie Du weißt. Die schwarze ist Mist, aber die farblose Kiwi ist gar  nicht schlecht. Zum Säubern verwende ich Waffenöl, und zwar Ballistol- Klever, das ist ein Klassiker. Damit geht die schwarze Schuhpasta  runter. Ganz hartnäckige Stellen schleife ich mit 600er-Papier ab und dann poliere ich mit 2000er Nass-Schleifpapier nach. Danach mit Kiwi einlassen und polieren, schaut aus wie neu. Das mache ich etwa wenn 
Splintholz-Teile überlackiert oder eben mit schwarzer Schuhpasta zugekleistert sind.

Wenn ein Stück einmal so restauriert ist, dann gehe ich nur mehr mit einem feuchten Tuch drüber oder staube ab. Wenn sie ganz hartnäckig verstaubt sind, bekommen sie eine kurze, aber heftige heiße Dusche. Das mache ich auch bevor ich sie restauriere.

Sehr genial ist der Go-Duster. Das ist eine Art elektrischer Staubwedel mit grünen Kunststoffschnüren, die sich drehen. Das bekam man eine Zeit lang im Home-Shopping-TV und somit in den Geschäften, die solche Dinge führen. Vorteil: geht blitschnell und ohne Druck auch in die kleinen Ritzen. Sehr geeingnet für zerklüftete Makonde.

liebe Grüße
Guido
 
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Wolfgang meint dazu:
 
… ich habe die Erfahrung dass die Körnung ruhig  grober sein darf (muss)  – und im Vorfeld ein Gemisch (aus dem zu reparierenden „Teil“ je nach Bedarf feiner oder gröberer Schleifstaub gewonnen wird …Bandschleifer…der mit Weißleim wasserfest zur Paste gemischt wird) und –manchmal- in eine etwas vergrößerte (angekratzte Stelle eingebracht wird). Je nach Konsistenz der Paste kann dies auch zur Verleimung gebrochener / angebrochener Stellen verwandt werden – die Leimung härtet schwarz aus ! Den Druck auf die Leimstellen – das kennt vermutlich jeder von uns – kann man in vielfältiger Art anbringen – breitere Gummi Bänder / Klemsia Zwingen – Stretchbänder etc.- alles ist erlaubt !!! Nach kompletter Aushärtung – mindestens ein Tag (Wärme) – im Anfangsbereich ruhig grob die ausgekitteten Stellen bearbeiten – (notfalls wenn die Stelle es erlaubt mit Raspel) – und danach immer feiner werdend bis zur Politur mit dem Lappen.
Diesen Vorgang kann man u.U. immer wiederholen (Grund-Haftung überdenken) – um feinere Risse zuzubekommen  -  ganz fein kann man letztlich auch mit einer im Ton passenden Wachskittstange –kurz- vor dem polieren beiarbeiten.
Grundsätzlich sollte man sich vor allem Beiarbeiten und Anarbeiten die Frage stellen, sollte man dies nicht in Anbetracht „MakondeKunst“ – „Ältere Skulpturen“ –  und nicht wegzudenkender Fehlstellen sich selbst als „Handwerks-Künstler“ aufspielen – oder diese so lassen wie die Skulpturen halt sind ! Eine feste Meinung habe ich da nicht – selbst – habe ich auch einige gravierende Stellen repariert – das Holz lebt und RISSE gehören zur Skulptur dazu; nur wenn die „Statik beeinträchtigt ist ..!
Reinigung mit ölhaltigen Mitteln und oder Verdünneranteilen halte ich nicht für unbedingt angebracht – die harte kräftige Dusche wie von Guido beschrieben ist Reinigung so glaube ich genug.
Pflege mit welchem Wachs oder Öl auch immer halte ich nicht für angebracht – der glänzende – speckige Ausdruck verändert die komplette Skulptur und erinnert mich eher an hochglanzpolierte nicht gewollte Touristenware. Aber auch dieser Glanz verliert sich mit der Zeit. Es bleibt also nur der Staubwedel oder Druckluft !
Helle, splintige Stellen am Holz überdeckt mit Schuhcreme habe ich bisher nur recht geringfügig an meinen Skulpturen festgestellt – und dieses auch so belassen – bzw. bewusst noch mit schwarzer Wasserbeize nachgebeizt, da aus versehen etwas mit Stahlwolle abgenommen wurde. Grundsätzlich weiß ich jedoch das komplette Skulpturen schwarz nachgefärbt werden -  nach dem Motto je glänzender je wertvoller !
 
 

 

Frage vom 14.09.2010:

...auf einer der Plastiken habe ich eingeritzt den Namen "Warazite" entdeckt; sagt Ihnen dieser Name zufällig etwas?

 


Frage vom 07.06.2010:

...ich bin selbst Sammler von Makonde Figuren sehr unterschiedlicher Künstler. Ich habe einige von Dastani, Valentino und Kaisi. Ich habe zur Zeit das Problem das meine Lieblinge doch Risse im Holz bekommen ( natürlich ! ). Frage: Wie kann ich diesem Problem Herr werden ( Nacht über in die Badewanne, Konservieren oder .... ) Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie mir einen fachlichen Ratschlag geben könnten.

Torsten meint dazu:

Ich kann nur hoffen, dass das mit dem Wasser nicht ernst gemeint war. Das Holz würde aufquellen und Schaden nehmen.
Zwei verschiedene Produkte habe ich bereits eingesetzt:
- Eines mit Bienenwachs für glatte nicht filigran ausgeschnitzte Skulpturen. Dieses gibt einen Glanz, ohne die Farbe des Holzes großartig zu ändern und hält hoffentlich die "Restfeuchte" länger im Holz. Nicht für rauhe Öberflächen geeignet, da es mit einem Tuch poliert werden muss.
-Das Zweite ist ein Öl für Naturhölzer, was mit Pinsel aufgetragen wird und die Reste nach Wartezeit abgewischt werden.
Hier bleibt die Skulptur matt wird aber dunkler. Nutze ich für extrem angegriffenen Stücke.
Außerdem verschließe ich mit Möbelwachs bereits vorhandene Risse, oder Brüche um nicht noch mehr Angriffsfäche für den Feuchtigkeitsentzug zu erzeugen.

 


 

ältere Frage:

...was kann man gegen Schädlinge (Holzmürmer...) im Holz tun?

Antwort:

Mir fiel die Gefriertruhe ein, aber ich bekam den Hinweis, dass einige Insekten eben auch winterhart sind...also nicht die 100%ige Lösung. Hitze dagegen ist DIE Lösung. Ggf hilft hier eine Stunde in der Sauna (Vorteil: Luftfeuchte ist regelbar) oder ein Sommer-Nachmittag im heißen Auto (das steht wohl jedem zur Verfügung).

 


 

Frage von mir:

Wer kann dieses Etikett zuordnen? Waren das Importe von Mohl? Ich hatte 4 in dieser Art gekennzeichnete Stücke. Das abgebildete Stück "Flussgeist" hat die Nummer 1-36

Antwort von Torsten:

Ihr Anhänger ist von Dr.Mohl. Zusätzlich zu diesen sind die Stücke mit gelber Ölfarbe/manchmal Kreide auf der Unterseite durchnummeriert. Ich besitze u.a. die 1-26

 

makonde_shetani_etikett

 


 

Frage von mir:

Wer kennt den Schnitzer dieser Figur? Ist es ein Samaki? Ich habe das Stück 2008 in Tansania von einem Freund gekauft, der es 20-30 Jahre in einem Lagerraum stehen hatte.. ca. 120 cm hoch.

 

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